Webcam Schluchsee

Schluchseewerk AG
Säckinger Straße 67
79725 Laufenburg (Baden)
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Wasserrechtsverfahren Oberstufe Häusern

Nach über 80 Jahren lief am 16. März 2017 die bisherige wasserrechtliche Genehmigung für die Oberstufe Häusern aus.

Bis zur Entscheidung durch das Regierungspräsidium Freiburg gilt ab sofort eine Übergangsregelung. Sie erlaubt der Schluchseewerk AG weiterhin den ordnungsgemäßen Betrieb der Oberstufe Häusern.

Aufgrund des großen Umfangs des Verfahrens benötigt die Genehmigungsbehörde  noch etwas mehr Zeit, um einen Beschluss zu formulieren. Mit der finalen Entscheidung des Regierungspräsidiums wird frühestens im Juni 2017 gerechnet.

Im Einklang mit der Natur:
Neue wasserrechtliche Genehmigung der Oberstufe Häusern

2016 Schluchsee Luftaufnahme 2


Die Schluchseewerk AG beantragt daher eine neue Genehmigung zum Weiterbetrieb des Kraftwerks Häusern, des Schluchsees, des Schwarzabeckens sowie diverser Fassungen im Feldberggebiet und des Windgfällweihers. Zudem will das Unternehmen aus naturschutzfachlichen Gründen die Bewirtschaftung des Titisees aufgeben.

Die Oberstufe Häusern

Als erste Einheit der dreistufigen Kraftwerkskaskade zwischen Schluchsee und Rhein produziert die Oberstufe Häusern seit über 80 Jahren zuverlässig sauberen und regenerativen Strom, bevor das Wasser seinen Weg über die Turbinen der Kraftwerke Witznau und Waldshut fortsetzt. Nach etwa 27 Kilometern und 600 Metern Fallhöhe endet der Arbeitsweg des Wassers im Rhein, der natürliche Wasserkreislauf schließt sich wieder.

Pumpspeicherkraftwerke sind der ideale Partner der Energiewende – mit Ihren zahlreichen Vorteilen leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Integration der erneuerbaren Energien und somit zum Gelingen der Energiewende. Umso wichtiger ist es, auch künftig den Schluchsee als Kopf- und Jahresspeicher in Kombination mit den Kraftwerken Häusern, Witznau und Waldshut so effizient und flexibel wie möglich nutzen zu können.

2016 Schluchsee

Die Rolle von Pumpspeichern in der alten und neuen Stromwelt

• Kurzfristige Stromlieferung (Minutenreserve)
• Energiespeicherung bei Stromüberfluss
• Energieabgabe bei Strommangel
• Frequenz- und Spannungshaltung
• „Feuerwehr“ bei drohendem Netzkollaps, sowie
   integraler Bestandteil des Netzwiederaufbaus

 Pumpspeicherkraftwerke – Unverzichtbare Stromspeicher

• verbesserte Integration der erneuerbaren Energien
• Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit
• höchste Effizienz und beste Wirkungsgrade
• keine Emissionen im Betrieb
• schnellste Reaktionszeiten
• positive und negative Regelenergie

 

2016 Staumauer

Auf einen Blick:
Neue wasserrechtliche Genehmigung der Oberstufe Häusern

Die Zukunft der Stromversorgung in Deutschland liegt in der Hand der erneuerbaren Energien. Besonders Wind und Sonne sollen künftig den Bedarf unseres Landes decken. Die neu beantragte wasserrechtliche Genehmigung der Oberstufe Häusern ist daher ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende.

Speicher sind für das Gelingen der Energiewende unverzichtbar

Damit zukünftig eine zuverlässige Stromversorgung gewährleistet ist, werden Speicher gebraucht, die dann einspringen, wenn Lücken entstehen, beispielsweise in windstillen Nächten. Im Idealfall sind das Speicher mit besonders großen Kapazitäten, die schnell und wirksam abgerufen werden und somit das Stromnetz stabilisieren – diese Prädikate treffen auf Pumpspeicherkraftwerke zu. Seit Jahrzehnten nehmen sie die Aufgabe einer „Feuerwehr“ wahr, die sofort eingreift, wenn es erforderlich ist.

Schluchsee – Deutschlands größter Speichersee

Der Schluchsee als „Energiesee“, gewinnt vor dem Hintergrund ständig wachsender Anteile schwankender Energiequellen – wie Wind und Sonne – immer mehr an Bedeutung. Künftig werden wir erheblich mehr Speicherkapazitäten benötigen, um eine sichere Stromversorgung gewährleisten zu können. Daher ist es wichtig, den Schluchsee als bestehenden Stromspeicher auch in Zukunft flexibel nutzen zu können.


Aktuell gelten folgende Werte:
Ganzjährige Bewirtschaftung des Schluchsees zwischen 888 und 930 m ü. NN möglich
   o  „freiwilliger Pfingstpegel“: soweit energiewirtschaftlich möglich wird der See in den Sommermonaten freiwillig bis maximal 924 m ü. NN abgesenkt

Künftig sieht der Antrag vor:
Im Sommer als feste Größen durch die Genehmigung festgelegt - Bewirtschaftung von
15. Mai bis 31. Oktober: der See kann bei Bedarf bis maximal 923 m ü. NN abgesenkt werden. In energiewirtschaftlichen Sondersituationen: kurzzeitig 922 m ü. NN möglich

Im Winter - Bewirtschaftung von 914 bis 930 m ü. NN. In energiewirtschaftlichen Sondersituationen kurzzeitig 912,5 m ü. NN möglich. Während Kurzrevisionen ist im Winter ein Absenken auf 906 m. ü. NN möglich

2016 NKH Schluchsee Batterien

Mindestwasser an Fassungen

Das Mindestwasser regelt die Abgabe von Wassermengen in Bäche und Flüsse. In der aktuellen Genehmigung ist keine Mindestwasserabgabe festgelegt. Künftig sollen Bäche und Flüsse jedoch mindestens so viel Wasser führen, dass stets ein guter ökologischer Zustand gewährleistet ist.

Titisee-Bewirtschaftung

Die Schluchseewerk AG bewirtschaftet den Titisee. In der Regel schwankt der Wasserstand des Sees im Winter zwischen 844,3 m ü. NN und 845,9 m ü. NN – im Sommer zwischen 844,75 m ü NN und 845,9 m ü. NN.
Um diese Schwankungen und weitere Nachteile zu verhindern, soll die Bewirtschaftung des Titisees zu großen Teilen aufgegeben werden. Das Ziel: Durch einen nahezu gleichmäßigen Wasserstand soll ein naturnaher Zustand gewährleistet werden.

Übrigens: Die neue Genehmigung erfordert keinerlei Neubauten. Die Kraftwerke und deren Anlagen werden weiterhin ohne zusätzlichen Eingriff für sauberen Strom sorgen.

Weitere Informationen:

Download Flyer NKH (PDF, 1 MB)

» Link zu den Antragsunterlagen, Regierungspräsidium Freiburg



Daten & Fakten
2016 P1090782
Staumauer Schluchsee
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