Glossar

Glossarium

Die Welt der Energiewirtschaft und der besonders wichtige Bereich der Pumpspeicherung stecken voller Fachbegriffe. Dieses Glossarium erläutert die wichtigsten und gebräuchlichsten. Fehlt Ihnen die Erklärung eines bestimmten Begriffes? Dann wenden Sie sich bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Direkt zu Buchstabe:

A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N

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A

Absperrorgan / Absperrschieber

Der Absperrschieber ist eine Armatur, die zum vollständigen Öffnen oder Schließen des gesamten Durchflussquerschnitts eines Rohres genutzt wird. Ein geschlossener Absperrschieber kann beispielsweise Wartungsarbeiten an nachfolgenden Armaturen ermöglichen. Im Gegensatz zum Ventil dient ein Absperrschieber nicht der Regulierung der Durchflussmenge, sondern nur dazu, den Durchfluss komplett zu öffnen oder zu schließen.

Ausgleichsenergie

B

Beckenschwerpunktleistung

Die Beckenschwerpunktleistung wird auch als mittlere Leistung bezeichnet, die zu jedem Zeitpunkt erbracht werden kann. Hier werden also keine optimalen Bedingungen gebraucht, wie beispielsweise ein leeres Oberbecken und ein leeres Unterbecken.

Beileitungsstollen
Betriebsartenwechsel
Blindleistung
Brauchwasserleitung

D

Drosselklappe

Drosselklappen erfüllen bei Wasserkraftwerken die Funktion des Absperrhahns für eine Wasserleitung. Sie sind mit ihrem drehbaren Teller eher für niedrige Drücke ausgelegt. Im Gegensatz zum Kugelschieber der als Abschlussorgan hohe Drücke aufnehmen kann.

Drosselklappe Sckingen

Drosselklappenhaus
Druckstollen / Druckschacht / Druckrohrleitung
Dunkelflaute

E

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Wind, Wasser, Sonne, Biomasse oder Erdwärme - diese Maßnahmen zur Energiegewinnung werden durch das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert. 35 Prozent der Stromversorgung sollen bis 2020 nachhaltig produziert werden – eine Kennzahl, die bis 2050 auf 80 Prozent steigen soll. Beschleunigt werden soll die Netz-, Markt- und Systemintegration erneuerbare Energien, zum Beispiel durch Prämien für Anlagenbetreiber oder durch die Befreiung von dieser Umlage für Anbieter, deren Strom zu mindestens 50 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Einlaufbauwerk/ Einlaufturm
Engpassleistung
Erneuerbare Energien
EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

F

Fallhöhe

Der Begriff Fallhöhe bezeichnet die Differenz zwischen Ober- und Unterbecken eines Speichers, Pumpspeichers oder Wasserkraftwerkes.

Francisturbine
Freileitung
Frequenzausgleich
Frequenzhaltung
Frequenzregelung

G

Generator

In einem Pumpspeicherkraftwerk erzeugt das Wasser, das durch eine Turbine fließt, Bewegungsenergie. Das Laufrad dreht sich und treibt so den Generator an. Dieser ist mit Elektrospulen versehen und dreht sich in einem fest stehenden Stator. Das so entstehende rotierende Magnetfeld erzeugt im Stator den eigentlichen Strom, der dann ins Stromnetz eingespeist wird. Ähnlich funktionieren im kleinen auch Fahrraddynamos.

Generator Sckingen

Grundlast
Grüner Strom
GWh (Gigawattstunde)

H

Hangrohrleitung

Das Wasser fließt durch die beiden oberirdisch verlegten Stahlrohrleitungen direkt ins Krafthaus Häusern. Sie liegen direkt am Hang und haben eine Länge von 260 Meter.

Generator Sckingen

Höchstlast

I

Installierte Leistung/ Nennleistung

Die Installierte Leistung kennzeichnet die maximale Leistung (oder auch Nennleistung) der in einem Kraftwerk installierten Maschinen beziehungsweise die installierte Gesamtleistung aller Kraftwerke. Sie wird in der Einheit Watt (W), Megawatt (MW) oder Gigawatt (GW) angegeben.

K

Kaplanturbinen

Kaplanturbinen werden im Nieder- und Mitteldruckbereich eingesetzt, sie eignen sich bei großen Durchflüssen und geringen Fallhöhen (bis etwa 80 Meter). So wie beispielsweise bei der RADAG. Dort erbringen die vier Kaplanturbinen eine gesamte Leistung von bis zu 108 MW. Die Kaplanturbine ähnelt einem Schiffspropeller mit verstellbaren Flügeln. Das Wasser fließt parallel zur Welle, trifft dabei auf das Laufrad und versetzt es in Rotation. Anschließend verlässt das Wasser die Turbine durch das Saugrohr. Der Wirkungsgrad dieser Turbine liegt bei über 90 Prozent. Die Besonderheit: In der Regel sind sowohl die Leit- als auch die Laufradschaufeln verstellbar und dienen der Maschinenregulierung. Dadurch kann die Turbine optimal auf Schwankungen bei Wassermenge und Fallhöhe eingestellt werden.

Kaverne
Kleinwasserkraftwerk Wehr (Sperrenkraftwerk)
Kraftwerkskaskade
Kugelschieber
Kupplung
kWh

L

Last

Die in Anspruch genommene Leistung wird im elektrizitätswirtschaftlichen Sprachgebrauch „Last“ genannt. Sie kann die Summe der momentanen Leistungsentnahme aus einem, mehreren oder allen Stromnetzen einer Regelzone zum Zwecke des Verbrauchs sein.

Lasttrenner

Lastgang/ Lastprofil
Lastspitze
Laufrad
Laufwasserkraftwerk
Leistung
Leistungsbedarf
Leistungs-Frequenz-Regelung
Leitapparat
Leitschaufeln

M

Maschinenkaverne

In der Maschinenkaverne stehen Turbinen, Pumpen und Generatoren.

Maschinensatz

Minutenreserve
MWh

N

Nassschieberschacht

Hinter dem Rechen ist der Nassschieberschacht angeordnet. Vom darüber angeordneten Schützenhaus kann der Schieber in den Querschnitt des Stollens abgelassen werden und den Stollen zum Unterbecken hin absperren, zum Beispiel für Revisionszwecke.

Netzdienstleistung / Systemdienstleistungen
Netzfrequenz
Netzstabilität

O

Oberbecken

Im Oberbecken befindet sich das Wasser, was zur Stromerzeugung benötigt wird. Dort wird zusätzlich das Wasser beim Pumpbetrieb aufgefangen.

Ökostrom

P

Phasenschieberbetrieb

Eine Maschine befindet sich im Phasenschieberbetrieb, wenn der Generator mit abgekuppelter Turbine und abgekuppelter Pumpe als Motor im Leerlauf am Stromnetz läuft. In dieser Betriebsart kann sie sogenannte Blindleistung aus dem Netz beziehen oder ins Netz einspeisen (siehe Blindleistung). Dadurch wird die Spannung im Netz konstant gehalten und eine sichere Stromversorgung gewährleistet. Ein weiterer großer Vorteil des Phasenschieberbetriebs ist, dass die Maschine bereits am Stromnetz betrieben wird und somit erheblich schneller in den Pump- beziehungsweise Generatorbetrieb übergeleitet werden kann, als es aus dem Stillstand möglich wäre. Übrigens: Mittels Blindleistung findet eine Verschiebung der sogenannten Phasenlage zwischen Strom und Spannung statt – daher der Name: Phasenschieberbetrieb.

Primärregelung
Pumpbetrieb
Pumpspeicherkraftwerk (PSW)

R

Rechenanlage

Die Rechenanlage befindet sich unmittelbar vor den Turbinen und besteht aus parallel angeordneten Metallstäben. Diese Gittervorrichtung schützt die Turbinen vor Treibgut und die Fische davor, in die Turbinen zu geraten. Das vor dem Rechen angesammelte Treibgut wird von einem Rechenreiniger beiseite transportiert und an den Turbinen vorbei in das sogenannte Unterwasser, den tiefer gelegenen Abschnitt des Kanals am Kraftwerk, geleitet.

Regelenergie/ Regelleistung
Regelleistung
Regelzone
Reserveleistung
Residuallast
Reststrom
Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG

S

Saugrohr

Als Saugrohr wird im Wasserbau der vom Wasser stromabwärts durchflossene Bereich einer Wasserkraftanlage bezeichnet, der sich von der Turbine bis zum freien Unterwasser erstreckt. Das Saugrohr, manchmal auch Saugschlauch genannt, hat zwei Aufgaben:

  • Wenn die Turbine höher angebracht ist als der Unterwasserspiegel wird dadurch der Höhenunterschied zwischen Laufradaustritt und Unterwasserspiegel genutzt, der sogenannte Freihang. Man spricht hier von der statischen Saughöhe.
  • Die kinetische oder Bewegungs-Energie, die das Wasser beim Verlassen der Turbine noch besitzt, wird durch allmähliche Erweiterung des Durchflussquerschnitts zurückgewonnen. Dieser Teil wird als dynamische Saughöhe bezeichnet. Daher kommt der Name Saugrohr, weil das Wasser durch die Turbine „gesaugt“ wird.
Schaltanlage
Scheinleistung
Schieberkaverne
Schütz
Schwarzstartfähigkeit
Sekundärregelung
Spannung
Spannungsebene
Spannungshaltung
Speicherkraftwerke
Spitzenlast
Standardlastprofil
Staumauer
Strom

T

Talsperre

Eine Talsperre staut mit einem Absperrbauwerk in einem Tal ein Fließgewässer zu einem Stausee auf; dabei bilden die gegenüberliegenden Talflanken den seitlichen Halt der Talsperre und die Begrenzung des Stauraumes. In der Fachwelt versteht man Talsperre als Oberbegriff für alle dazugehörigen Anlagen wie das Absperrbauwerk, den Stauraum, die Entnahmebauwerke sowie die Hochwasserentlastungsanlage.

Schwarza Talsperre KW Husern

Tiefstlast
Transformator
Turbine
Turbinenbetrieb/ Generatorbetrieb

U

Überschussstrom

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach hat, kann den Sonnenstrom selten sofort und komplett nutzen. Der Überschussstrom fließt deshalb entweder ins Stromnetz und wird per Einspeisevergütung entlohnt oder in einen Batteriespeicher, damit er später im Haus genutzt werden kann.

Übertragungsnetzbetreiber (ÜBN)
Umspannung
Unterbecken
Unterwasserstollen

W

Wandler

Der Wandler bietet die zeitsparendsten Ein- und Ausschaltvorgänge einer Speicherpumpe. Er überträgt Drehmoment und/oder Leistung des Motorgenerators auf die Pumpenwelle, indem er mit Prozesswasser gefüllt wird. Das Anfahren der Speicherpumpe beginnt bereits während des Füllprozesses. Wenn das Druckniveau des Füllwassers ansteigt, erhöht sich die Drehmomentleistung des Wandlers, wodurch die Pumpe beschleunigt wird. Dieser Beschleunigungsdrehmoment, der anfangs sehr hoch ist, sinkt ständig, während die sekundäre Geschwindigkeit zunimmt. Wird eine synchrone Geschwindigkeit erreicht, entspricht der Wandlerleistungsdrehmoment dem Pumpengrundierungsdrehmoment. Durch die sanfte Interaktion dieser Prozesse kann die Speicherpumpe schnell und ohne Lastspitzen im Stromnetz starten.

Wasserschloss
Welle
Werksgruppe
Wirkleistung
Wirkungsgrad

Z

Zufahrtsstollen

Dadurch ist die Kaverne im Berg zu erreichen.

Sckingen Zufahrtsstollen Wehr Stolleneinfahrt

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