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Die neue Energiewelt

Das PSW Atdorf

02 PSW atdorfGutachten zeigen, dass Pumpspeicherwerke auf absehbare Zeit die wirtschaftlichste Form der Stromspeicherung bleiben. Als echte Multitalente liefern sie alle Formen von Regelenergie und Systemdienstleistungen (z.B. Reserveleistung, Blindleistung, Spannungshaltung). Sie sind essenziell für die Stabilität der Stromnetze und damit für die Versorgungssicherheit. Sie sind flexibel und schnell und können auch plötzliche und steile Lastwechsel im Stromnetz abpuffern. Diese entstehen zum Beispiel, wenn eine starke Windböe die Produktion aus Windkraft antreibt. Die Integration erneuerbarer Energien ins deutsche Stromsystem lässt sich durch das Pumpspeicherwerk Atdorf merklich verbessern. Auch das belegen Expertisen unabhängiger wissenschaftlicher Institute.

Energiewende

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Die deutsche Energiewende ist bereits in vollem Gange und übertrifft alle Wachstumserwartungen. Der rasante Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stellt Deutschland vor gewaltige Aufgaben. Dabei kommt drei Eckpfeilern besondere Bedeutung zu: Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Eine der großen Herausforderungen ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die für unser alltägliches Leben selbstverständlich und für Deutschland als Industriestandort von großer Bedeutung ist. Denn Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, wie Wind und Sonne, ist wetterabhängig. Um die schwankenden Einspeisungen ausgleichen zu können, sind der Ausbau des deutschen Stromnetzes, der Zubau von Stromspeichern und viele weitere Maßnahmen erforderlich. Nur so kann die Energiewende auf Dauer erfolgreich sein und die unterbrechungsfreie Versorgung mit Strom gewährleistet werden.

 Das Stromsystem

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Stromerzeugung und Stromverbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein, es muss immer genau so viel Strom erzeugt werden, wie in diesem Moment gerade verbraucht wird. Ansonsten kann das sensible Stromsystem aus dem Gleichgewicht geraten, es drohen Netzzusammenbrüche. Dies zu verhindern ist bislang sehr gut gelungen, Deutschland zählt zu den Ländern mit der sichersten Stromversorgung weltweit.

Zurzeit sorgen vor allem thermische Kraftwerke für die benötigte Flexibilität im System. Im gleichen Maße, wie diese Kraftwerke schrittweise aus dem Markt genommen werden, – sei es aus wirtschaftlichen, technischen oder aus Gründen des Klimaschutzes – müssen andere flexible und schnell regelbare Technologien die Verantwortung für den Ausgleich und damit für die Versorgungssicherheit übernehmen. Dies wird umso wichtiger, je mehr erneuerbare Energien erzeugt werden.

Die Rolle von Speichern und PSW

Hierbei sind insbesondere Stromspeicher von zentraler Bedeutung. Der konkrete Bedarf an neuen Speichern lässt sich unter anderem aus der VDE-Studie „Energiespeicher für die Energiewende“ ablesen: Bei einem Anteil erneuerbarer Energien von 80 % werden in einem volkswirtschaftlich günstigen Stromsystem ca. 14 Gigawatt an Kurzzeitspeichern und ca. 18 Gigawatt an Langzeitspeichern benötigt. Der Zubau an Kurzzeitspeichern mit einer Leistung von 14 Gigawatt entspricht etwa dem Doppelten der heute vorhandenen Kapazität an Pumpspeicherwerken. Der weitere Ausbau der Speicherkapazitäten ist daher unverzichtbar.

Pumpspeicherwerke können hierzu aufgrund ihrer Effizienz und Flexibilität einen überragenden Beitrag leisten. Sie sind derzeit die einzige verfügbare großtechnische Speichertechnologie. Sie leisten seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Dienst zur Versorgungssicherheit und für einen optimalen Kraftwerks- und Netzbetrieb. Darüber hinaus können sie in Zeiten überdurchschnittlich hoher Stromproduktion aus erneuerbaren Energien Strom speichern und ihn bei geringerer Stromerzeugung und hoher Nachfrage wieder zur Verfügung stellen.

Vor diesem Hintergrund plant die Schluchseewerk AG als Beitrag zur Energiewende den Bau des größten deutschen Pumpspeicherwerks mit einer Leistung von 1.400 MW.

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