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Optimierungsmaßnahmen

Ein Großprojekt, wie das Pumpspeicherwerk Atdorf, wird in einem dynamischen Prozess in der Planungsphase ständig optimiert. Dabei suchen wir nach Lösungen, die Auswirkungen auf Natur und Landschaft, sowie auf die Anwohner nach Möglichkeit ganz vermeiden. Wo dies nicht möglich ist, sollen die Belastungen minimiert werden. Verbleibende Wirkungen werden durch sogenannte Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen.

Zu den wesentlichen Optimierungen im Planungsverlauf zählen:

  • die Verkleinerung des Speichervolumens beider Becken von je 10 Mio. m³ auf je 9 Mio. m³
  • die Anpassung der Beckenform des Hornbergbeckens II an das Landschaftsbild
  • Verzicht auf zahlreiche Deponiestandorte und damit verbunden Vermeidung zehntausender Fahrten mit Aushubmaterial: das PSW Atdorf wird in jedem Baufeld im Massenausgleich erstellt

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Aber auch in der noch detaillierteren Genehmigungsplanung für das Planfeststellungsverfahren haben insgesamt weit über 80 Optimierungsmaßnahmen das Projekt Atdorf erheblich verbessert. So zum Beispiel:

  • weitere Anpassung der Beckenform an ökologische Belange
  • Absenkung des Oberbeckens zur Optimierung der Massenbilanz
  • Anschüttungen an Dämme statt Deponierung zur Vermeidung weiterer Zwischenlagerungsflächen und Transporte
  • Erstbefüllung aus dem Rhein statt aus der Wehra mit Vermeidung von Eingriffen in Wasserwirtschaft und Umwelt
  • Verschieben des Abschlussdammes II zur Schonung des Wildtierkorridors
  • Verlegung der Betonmisch-, Brech- und Siebanlagen an weniger störende Standorte bzw. Einhausungen in temporären Hallen zur Reduzierung der Lärm- und Staubbelastung für Anwohner
  • Einsatz von Förderbändern zur maßgeblichen Reduzierung von Lkw-Fahrten
  • Verwendung einer Flüsterbeseilung zur Verhinderung von Lärmemissionen und zur Schonung von Anwohnern und Tieren
  • weitere Optimierung des Abdichtungskonzepts für Untertagebauwerke, um die Beeinflussung des Bergwasserhaushaltes zu minimieren

und viele mehr.

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