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Erdbebensicherheit

Die Erdbebensicherheit ist bei der Planung des Hornbergbeckens II und des Haselbeckens von zentraler Bedeutung. Zahlreiche und teils weltweit führende Experten, wie Geologen, Seismologen und Wasserbauingenieure, haben sich über mehrere Jahre intensiv damit beschäftigt. Ihre Expertise ist in die konkrete Planung maßgeblich eingeflossen.

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Die vorgesehenen Projektstandorte liegen in einer moderaten Erdbebenzone. Zur genauen Beurteilung der geologischen Situation vor Ort waren umfangreiche Untersuchungen erforderlich. So wurde die Verbreitung von Gesteinen und tektonischen Strukturen kartiert. Hinzu kamen Aufschlüsse durch Baggerschürfe, Kernbohrungen und geophysikalische Sondierungen. Anhand der Ergebnisse konnten im seismologischen Gutachten die zu erwartende Intensität, Charakteristik und Beschleunigung von Erdbeben am Standort des Pumpspeichwerks Atdorf bestimmt werden. Auf diesen Grundlagen wurden umfangreiche Standsicherheitsberechnungen vorgenommen und daraus ingenieurtechnische Empfehlungen für den Bau stand- und erdbebensicherer Anlagen abgeleitet. Selbst bei einem Extremereignis, das nur einmal in 10.000 Jahren vorkommen könnte, bliebe die Trag- und Staufunktion der Anlagen erhalten. Hierzu wurden alle rechtlich vorgeschriebenen Nachweise erbracht und zusätzlich darüber hinausgehende internationale Empfehlungen umgesetzt. Fest steht also: beide Speicherbecken und auch die unterirdischen Anlagen werden nach neuestem Stand von Forschung und Technik erdbebensicher gebaut. Sie erfüllen über die geforderten DIN-Vorschriften hinaus auch schweizerische und internationale Kriterien für Stauanlagen.

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